Sportgerät Internet - Artikel über Zesara in der SZ vom 29.12.2007
2. Januar 2008| Ressort: Sport URL: /sport/weitere/artikel/511/150143/ Datum und Zeit: 02.01.2008 - 10:06 |
| 29.12.2007 13:32 Uhr | |
Sportgerät InternetEin Klick für alle Spieler |
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Networking, das klingt ziemlich modern und englisch, und das ist es ja auch: Weil heute eben vieles ganz besonders modern und englisch und dynamisch klingen muss. Netzwerke wie OpenBC gibt es schon lange - Zesara aber ist eine von inzwischen mehreren neuen Internethomepages, auf denen sich exklusiv nur Sportinteressierte austauschen. Sportnetzwerke, das ist, wenn man so will, ein neu entdeckter Markt. Es gibt sogar ganze Vereine, die bei Zesara gemeldet sind, Trainer, die über Zesara ihre Trainingspläne an die Spieler weitergeben, aber auch Einzelpersonen, die über die Plattform einen Tennispartner oder Laufpartner suchen. Man kann also sagen: Sportnetzwerke wie Zesara funktionieren. Kondome für die gute SacheDer Weg dahin war gerade für Raznatovic und seine Kollegen allerdings ein langer und mühsamer. Sie wollten schließlich nicht irgendeine Homepage basteln, sondern etwas Professionelles, etwas Durchdachtes. Professionell und durchdacht ist aber auch teuer, und deshalb haben sie gespart und verdient, wo sie nur konnten. Sie sind in günstigere und kleinere Wohnungen gezogen, haben Promotionjobs angenommen, auf dem Christopher-Street-Day Kondome verteilt - Hauptsache, es wurde bezahlt. Und dann kam der Trip nach Serbien, in die Heimat von Raznatovic. “Wir wollten zwei Agenturen”, erzählt Raznatovic, “eine für die Programmierung und eine für das Design.” In Belgrad wurden sie schließlich fündig. Mehrere tausend Euro hat die Realisierung ihrer Ideen gekostet, “und das ist noch günstig”, wie Raznatovic inzwischen weiß. Die Ideen der drei Studenten waren klar ausgearbeitet: Einen regional, also auf München bezogenen Charakter sollte die Homepage haben, schlicht sein, einfach zu bedienen und doch viele Features enthalten. SMS schreiben zum Beispiel: Mit ein paar Klicks kann etwa ein Trainer alle seine Spieler auf einmal erreichen. Noch kein Geld verdientIn der Welt von Zesara gibt sich ein Sportler erst einmal selbst Punkte, um sich in den verschiedenen Sportarten einzuschätzen, damit der Trainingspartner auch Spaß hat. Dann gibt er seine bevorzugten Plätze an, so dass eine “Sportwelt” entsteht: Eine Karte von München, auf der alles markiert ist, was mit Sport und der jeweiligen Person zu tun hat. Am 10. September um 20.43 Uhr ging die Seite erstmals online - neun Monate, nachdem Raznatovic und seine Kollegen mit der Planung begannen. Danach wurden viele Verbesserungen vorgenommen, manches wurde geändert, anderes gestrichen. Jetzt, da ihr Projekt so aussieht, wie es aussehen soll, steigen auch die Mitgliederzahlen: Rund 750 registrierte Nutzer sind schon dabei, aus den unterschiedlichsten Sportarten. Geld haben sie mit Zesara noch nicht verdient, sagt Raznatovic. Er selbst aber hat trotzdem schon einen Nutzen von der Homepage: Er ist Trainer des Fußball-Kreisklassisten FC Haidhausen, und natürlich sind alles seine Spieler regisitriert. |
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